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Fatigatio e.V.

Britische Umfrage bestätigt häufige Schädigung durch GET und CBT

Datum: 02.06.2019 Kategorie: 07 Fatigatio e.V.

Eine aktuell von Forward ME und #MEAction-UK 2019 durchgeführte Umfrage hat bestätigt, wovor alle ME/CFS-Patientenverbände eindringlich warnen: Gesteigertes körperliches Training (Graded Exercises, GET) und Kognitive Verhaltenstherapie (Cognitive Behaviour Therapy, CBT) wirken sich in der Mehrheit hochgradig schädlich auf ME/CFS-Kranke aus.

So gaben in einer Befragung von 2274 (!) ME/CFS-Patienten 67,1 % an, durch die Anwendung von GET eine körperliche Verschlechterung erfahren zu haben, 55,9 % davon sogar eine gravierende („major“). Bei Patienten, die gleichzeitig auch noch CBT bekommen hatten (wie es die aktuelle NICE-Richtlinie des britischen Gesundheitswesens vorsieht), waren die Resultate sogar noch eklatanter: 75,4 % mit Verschlechterung, davon 55,9 % eine „gravierende“. Dagegen wurden Verbesserungen nur von 13,3 % angegeben (mit CBT: 9,6 %). Auch die mentale Seite wurde erfragt: 8,6 % (ohne CBT: 12,8 %) gaben eine starke oder geringe Verbesserung an, aber 62,9 % (mit CBT: 53,0 %) eine Verschlechterung (gravierende: 36,9 % bzw. 26 %).

Noch mehr Ergebnisse sind unter www.meaction.net/2019/04/03/get-and-cbt-are-not-safe-for-me-summary-of-survey-results nachlesbar.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Nachricht lagen leider noch keine deutschsprachigen Berichte vor – bitte aktuell googeln.

Vgl. auch die Erkenntnisse von Jane Colby 2014, in deutscher Übersetzung von Regina Clos, „Artikel des Monats“ 9/2014, auf www.cfs-aktuell.de.