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Fatigatio e.V.

Das Chronische Fatiguesyndrom ist keine Depression

Datum: 12.05.2020 Kategorie: 07 Fatigatio e.V. Autor: MKK (kanter)

Das Chronische Fatiguesyndrom wird oft mit Depression oder Burnout verwechselt. Dabei ist die Erkrankung laut WHO ein eigenständiges neurologisches Krankheitsbild. Patientenvertreter ringen um Anerkennung.

Chronisches Fatiguesyndrom betrifft das zentrale Nervensystem und das Immunsystem

Schätzungen zufolge leiden in Deutschland rund 300.000 Menschen am Chronischen Fatiguesyndrom (CFS). Ärzte sprechen auch von Myalgischer Encephalomyelitis. Die Betroffenen leiden oft über Jahre und Jahrzehnte an körperlicher Schwäche und Kraftlosigkeit. Hinzukommen Symptome wie quälende Kopf- und Gelenkschmerzen oder kognitive Einschränkungen. Für den Großteil der Betroffenen, die meist in jungen Jahren zwischen 20 und 40 erkranken, bedeutet die Krankheit Chronisches Fatiguesyndrom oft das abrupte Ende ihres beruflichen und sozialen Lebens. Die meisten werden arbeitsunfähig, einige sogar pflegebedürftig. Die Lebensqualität von Patienten mit Chronischem Fatiguesyndrom sei oftmals schlechter als die von Krebskranken im fortgeschrittenen Stadium - stellten die norwegischen Onkologen und Forscher Olav Mella und Oystein Fluge vor einigen Jahren fest.

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